| Testbericht - Das 55,- Euro Faltrad mit Video |
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Ein Faltrad für schlappe 55,- Euro? Dabei kann es sich doch nur um einen schlechten Scherz handeln. Doch die asiatische Konkurrenz ist stets gut informiert und überrollt den Markt mit Nachbauten, Eigenkreationen und billigen Ausstattungen. Wie viel Faltrad bekommt man wirklich für sein Geld und was kann man von einem Faltrad in dieser Preisklasse erwarten, dass gerade soviel kostet wie ein Paar Schuhe.
Dieser Bericht gibt einen tiefen Einblick zum Faltrad aus der niedrigsten Preiskategorie.
Fast alle kennen es, dass Klapprad aus den 70er Jahren mit Wasserrohrrahmen, 2-Gang Rücktrittschaltung bzw. ganz ohne Schaltung mit Freilauf- oder Rücktrittbremse. 1975 fielen ca. 35 Prozent des Fahrradabsatzes auf das Klapprad. Die Anfangs noch soliden Klappräder überrollten den Markt und zum Schluss zählte lediglich Masse statt Klasse, was dazu führte, dass die meisten Räder in die Schrottpresse wanderten. Bedingt durch die mangelhafte Qualität ist der Begriff „Klapprad“ heutzutage nicht mehr marktfähig. Mit neuen pfiffigen Konstruktionen entwickelte sich der aktuelle Begriff „Faltrad“. Die Vorteile eines Faltrades liegen auf der Hand. Falträder sind populär, extrem flexibel, erstklassig transportabel. Zudem dürfen Falträder in nahezu alle öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Aufpreis befördert werden. Ob Bus, U-Bahn, Taxi oder Fähre – selbst zu Stosszeiten ist die Mitnahme kein Problem. Wer sein Rad mit der Bahn befördern möchte, muss normalerweise das Rad extra bezahlen. In Fernverkehrszügen ist zusätzlich eine Stellplatzreservierung erforderlich.
Ein Faltrad können Sie fast überall mitnehmen. Statt es auf der Straße abzustellen, kann ein Faltrad ins Cafe, das Kaufhaus oder die eigene Wohnung mitgenommen werden. Vor Dieben optimal geschützt bei voller Flexibilität und akzeptablen bis hervorragenden Fahrwerten, kann der Besitzer ruhigen Gewissens seinem Vorhaben nachgehen. Seit vielen Jahren gibt es Hersteller die diesen Trend unermüdlich verfolgen und heute zu den besten Herstellern ihrer Gattung zählen. Doch diese Entwicklung unter Einbezug von hochwertigen Materialen hat ihren Preis. Nicht jeder möchte für ein gelegentlich genutztes Faltrad zwischen 400 und 1500 Euro ausgeben. Unbekannte asiatische Billig-Falträder überrollen das Land, doch Testberichte oder Eindrücke von den Falträdern die in der Anschaffung weniger als 100,- Euro kosten, werden in diesem Zusammenhang nicht bereitgestellt. Ein Grund mehr ein Faltrad dieser Gattung in Augenschein zu nehmen, um das Ergebnis wie folgt auf breiter Fläche zu präsentieren. Techn. DatenTechnische Daten
Gewicht inkl. Pedale (ohne Beleuchtung o. Zusatzkomponenten) digital gewogen:
FaltradProdukteigenschaften
KaufKauf Das Faltrad wurde über eine bekannte Auktionsplattform per Sofortkauf für 54,99 Euro zzgl. 34,90 Euro Versandkosten erworben. Der Verkäufer bot insgesamt 49 Falträder in einer Multiauktion in verschiedenen Farben an. Die Farbwahl konnte nach Kaufabschluss bestimmt werden. LieferungLieferung 5 Tage nach dem Kauf und der Bezahlung wurde das Paket durch GLS zugestellt. Statt der gewünschten silberfarbenen Ausführung wurde das Faltrad in schwarz geliefert. Im Lieferumfang war neben dem Faltrad eine Akkubeleuchtung für vorne und hinten enthalten. Sichtweise
Erster Eindruck
Nach dem Auspacken
MontageMontagearbeiten
KostenKosten Die nachfolgende Übersicht zeigt die angefallenen Kosten ohne Berücksichtigung von Zeitaufwand. Festzuhalten ist, dass das Faltrad nicht fahrtüchtig angeliefert wird. Neben dem üblichen Hinweis „Rad wird vormontiert geliefert“ musste das Faltrad bis zum ersten Fahrantritt bereits kräftig Federn lassen. Trotz Neukauf fielen neben der erwähnten Vormontage, Zusatzarbeiten in Form von Felgenzentrierung, Steuersatzkorrektur u. ä. an, um die eigene Sicherheit nicht zu gefährden und das Fahrvergnügen aufleben zu lassen. Um das Rad durch hervorstehende Teile vom Packmaß zu reduzieren und die Ausstattung zu ergänzen, fielen Kosten für Umbauten und folgende Komponenten an:
Wichtig zu erwähnen: Das Faltrad kann selbstverständlich auch ohne die aufgeführten Zusatzkosten von Faltpedale, Klickfixhalter und 2. Fahrradcomputerhalter bewegt werden. Diese Komponenten dienen lediglich dem Komfort. Gesamtkostenaufstellung des Billig-Faltrades
FahreindruckErster Fahreindruck Mit einer Körpergrösse von 1,80 m lässt sich das Rad noch einwandfrei fahren ohne am Lenker anzustossen. Die Sattelstütze und der Lenker sind hierbei auf das Maximum eingestellt. Beim Übersetzungsverhältnis der 6-Gang-Schaltung haben sich die Entwickler entweder an Restbeständen von Kettenblättern und Zahnkränzen orientiert oder wollten damit dauerhaft Höhenmeter erklimmen. Anders ist die Tendenz zur berggängigen Übersetzung nicht zu erklären. ÜbersetzungsverhältnisDaten der Übersetzung
Im 6. Gang ergibt sich bei einer Trittfrequenz von 85 Umdrehungen rein rechnerisch eine Geschwindigkeit von lediglich 23 km/h. Diese Geschwindigkeit ist nicht gerade berauschend, jedoch für Ungeübte auf nahezu jedem Terrain leichtgängig einzusetzen. F A Z I T
radmeile.de Meinung Wer beim Kauf eines Faltrades in dieser Preisklasse auf Qualität und Fahrvergnügen setzt, wird sicherlich enttäuscht. Der Billigheimer verfolgt lediglich den aktuellen Trend und Kaufboom von Falträdern. Die ausschließlich aus asiatischer Produktion stammenden Räder sind größtenteils auf Auktionsplattformen oder in Baumärkten zu finden. Wer beim Kauf eines solchen Faltrades zwei linke Hände besitzt, sollte auf ein Faltrad aus dem Fachhandel mit entsprechender Beratung und Montage zurückgreifen. Dort werden die Räder in solider Qualität fahrfertig bereitgestellt, was allerdings auch mehr kostet. Ein Faltrad dieser Ausführung ist im Radgeschäft in der Regel nicht zu finden. Einsteiger greifen auf die qualitativ guten und kostengünstigen Modelle von Dahon zurück. Qualitätsbewusste Käufer mit hohen Ansprüchen wählen bei 16-20“ Falträdern zwischen Herstellern wie Birdy, Brompton, Timor, Pacy, DiBlasi, Bernds, Contoura, Snap von Winora oder Batavus. Wer jedoch ein wirklich preisgünstiges Faltrad in aktueller Optik mit einer passablen Ausstattung wünscht und vor Einstellarbeiten nicht zurückschreckt, erkauft mit dem hier vorgestellten Faltrad als Trendartikel eine echte Alternative mit exzellenten Transportmöglichkeiten bei guter Streckenbewältigung. Die Auktionsplattformen sind voll von billigen Falträdern und nahezu alle Falträder finden einen neuen Besitzer. Allein der Suchbegriff „Faltrad“ auf der Auktionsplattform ergibt eine riesige Auswahl an Falträdern, unter denen sich auch das hier vorgestellte Modell befindet. Für gelegentliche Fahrten, Kurzstrecken oder Ausflüge die einen Radtransport voraussetzen, birgt das born2ride grosses Potential. Wer ein Faltrad als Pendler dauerhaft mit vielen Kilometern einsetzen möchte, sollte eine Preiskategorie höher greifen. Für Reisen und mehrtägige Ausflüge wird in der Regel sowieso ein kompromissloses Fahrrad ohne Faltmechanismus verwendet, so das ein born2ride Faltrad als Zweit- oder Drittrad eine interessante Grundlage bietet. Auffällig ist, dass die Rahmenform des born2ride Faltrades, einem Dahon Curve sehr ähnlich ist. Ob das wirklich Zufall ist.....? Für Interessenten - Tipp zur Suche: Im Suchfeld der Auktionsplattform den Begriff "Faltrad" eingeben - Ergebnis anzeigen - nur Sofortkauf wählen - auf Preis klicken. Das günstigste Faltrad erscheint jetzt an erster Stelle, wobei die Versandkosten im Gesamtpreis berücksichtigt werden müssen. |



